Neil Gaiman – Sandman

Von 1988 bis 1996 erschien Neil Gaimans Comic-Serie „Sandman“ in monatlichen Folgen. Später wurden inhaltlich geschlossenen Sammelbände erstellt. Zusammen bilden sie eine Graphic Novel aus mehr als 2000 Seiten.

Die sieben Ewigen

Dream oder auch Lord Gestalter ist der Herrscher der Traumwelt. Zusammen mit seinen Geschwistern Schicksal, Tod, Zerstörung, Verlangen, Verzweiflung und Fieberwahn bildet er die sieben Ewigen, die zusammen mit dem Universum entstanden sind.

Die Handlung ist verschlungen, spielt teilweise in der Gegenwart, aber es gibt auch viele Rückblenden bis zurück in Mittelalter und Antike. Dabei tauchen historische und mythologische Charaktere auf, beispielsweise Luzifer, Orpheus oder William Shakespeare. Es gibt Querverbindungen zu literarischen Vorlagen, zum Beispiel, wenn Destiny in einem Garten umherwandert, der an eine Geschichte von Jorge Luis Borges erinnert.

Verschiedene Zeichner arbeiteten mit ihrem eigenen Stil an den 75 Folgen der Serie und orientierten sich an der jeweiligen Geschichte, das macht die Comics auch grafisch sehr abwechslungsreich.

Sammelbände

Im Nachhinein wurden zehn zusammenfassende Sammelbände veröffentlicht, der erste davon ist „Präludien und Notturni“, der die Geschichte von Dreams Gefangennahme und seiner Befreiung erzählt. In „Die Gütigen“ muss sich Dream zwischen Veränderung und Tod entscheiden, das ist gewissermaßen das Finale der Serie. „Das Erwachen“ führt die Handlungsstränge zu Ende.

Gaiman erhielt mehrfach den Eisner-Award und den World Fantasy Award für Kurzgeschichten.